Hoopers-Turnier beim HSV Wildberg

Am 12. April machte sich Andrea, die Gründerin unserer Hoopers-Gruppe, zu ihrem allerersten Turnier auf. Eine Reise ins Ungewisse: Denn mangels Angeboten in der näheren Umgebung hat Andrea sich und ihrem Hund Aaron den Sport selbst beigebracht – das erste dreiviertel Jahr ausschließlich mit Hilfe eines Buchs, später auch über Online-Trainingsangebote. Daher war auch niemand da war, der das Reglement erklären oder gezielt Tipps geben konnte. Zwar wurde vorab die Prüfungsordnung überflogen, doch das blieb Theorie; Praxiserfahrung fehlte.

Am Veranstaltungsgelände angekommen, studierte Andrea zunächst die Startliste und stellte fest, dass sie direkt als vierte Starterin eingeplant war. Die Hoffnung, die anderen beobachten zu können, war damit zunächst dahin. Der erste von drei Parcours wurde von der Richterin aufgebaut. Danach bestand bei der Parcours-Begehung für die Starter die Möglichkeit, den Parcours kennenzulernen – natürlich ohne Hund.

Als es losging, ging alles ganz schnell – zu schnell für Andrea. Sie verpasste beinahe den ersten Start und hat vor lauter Aufregung ein paar Dinge vergessen bzw. in der falschen Reihenfolge gemacht. Beim Hoopers wird dem Hund vor dem Start nicht nur die Leine abgenommen, sondern auch das Halsband ausgezogen. Im Eifer des Gefechts ging das jedoch unter. Auch die Startfreigabe der Richterin war nicht zur richtigen Zeit eingeholt worden, nämlich bevor Aaron am Start-Hoop platziert wurde. Die Nervosität übertrug sich auch auf Aaron: Er hatte zwei Fehlstarts und musste neu in die Startposition gebracht werden. Beim dritten Anlauf klappte es dann einigermaßen. Aaron ließ zwei Geräte aus, der Rest des Parcours passte. Wegen der Startfehler von Andrea blieb der erste Lauf jedoch ohne Bewertung.

Dann blieb Zeit zum Durchatmen. Der erste Durchgang war geschafft, die schlimmsten Fehler gemacht. Die Durchgänge zwei und drei konnten also nur besser werden. Es war außerdem spannend, den anderen Teams zusehen zu können – Geschwindigkeit und Präzision waren teilweise beeindruckend.

Auch für den zweiten Durchgang gab es nach dem Aufbau wieder eine Begehung, um sich mit dem neuen Parcours vertraut zu machen. Diesmal waren Andrea und Aaron besser vorbereitet und rechtzeitig am Start. Die Startfreigabe wurde ordnungsgemäß eingeholt und auch das Halsband abgenommen. Diesmal gab es keinen Fehlstart. Die ersten neun von zwölf Geräten liefen flüssig und fehlerfrei. Dann musste Andrea Aaron korrigieren, der fast falsch abgebogen wäre, was beide aus dem Konzept brachte. Andrea musste aus dem Führkreis austreten, um Aaron zu helfen, weshalb auch dieser Durchgang ohne Bewertung blieb.

Aber – alle guten Dinge sind ja bekanntlich Drei. Und beim dritten Parcours war Andrea nach der Begehung vorsichtig optimistisch. Die Schwierigkeit des letzten Parcours kannten sie so ähnlich bereits aus dem Training, also volle Konzentration. Leider gab es auch hier einen Fehlstart, Aaron lief am ersten Hoop vorbei und musste neu positioniert werden. Beim zweiten Anlauf klappte es jedoch einwandfrei: Ein flüssiger, fehlerfreier Abschlussdurchgang. Der Fehlstart blieb als einziger Fehler vermerkt, dennoch wurde der Lauf mit „vorzüglich“ bewertet. Für das Team ein voller Erfolg an einem sehr lehrreichen Turniertag. Sie sind motiviert, an ihren Schwachstellen zu arbeiten, und freuen sich schon jetzt auf das nächste Turnier.